Von links nach rechts: Eine ALC (Fray of Asianwoods), F1 (Bundas Cheetah), F2 (Destiny Beach Breeze of Outlaws) und
F3 (Asaalah Rosetta of Outlaws).
Mit freundlicher Genehmigung von Silvia Swienty, Outlaws Bengalen.




Der Lebensraum der wilden "Bengalkatze" Prionailurus Bengalensis, oder auch bekannt unter dem Namen asiatische Leopardkatze
(ALC), reicht vom Süden Indonesiens bis zum
Himalaja. Sie bewohnen die Waldungen und Baumsteppen. Sie jagen nachts Kleintiere und ruhen tagsüber in Baumhöhlen. Sie ist eine
der am stärksten ans Wasser gebundenen Kleinkatzen. Ihre Färbung ist blassblau bis tigergelb mit auf dem Fell verstreuten Ring-
und Rosettenflecken. Ihre Größe entspricht unseren Hauskatzen.
Jean Mill hatte im Jahre 1963 eine ALC erworben, die es damals in Zoofachgeschäften zu kaufen gab. Weil Jean das Gefühl hatte,
dass die ALC einsam wäre, vergesellschaftete sie die ALC mit einem Hauskater. Dieser romantische schwarze Kater deckte diese
ALC erfolgreich, obwohl das niemand für möglich hielt. Nur hat Mutter Natur einige genetische Grenzen in ihren Lebewesen, um
eine Hybridisierung zu erschweren oder gar unmöglich zu machen. Deshalb sind die ersten männlichen Hybriden oder kurz F1 genannt (F1 =
erste Filialgeneration) steril. Leider waren sie auch genauso wild und scheu wie die asiatische Leopardkatze.
Somit mussten immer wieder ALC mit den wesensfreundlichsten weiblichen Nachkommen verpaart werden.
Mit jeder weiteren Filialgeneration verbesserte sich die Fertilitätsproblematik. Ab der vierten Generation
wird die Bengalkatze auch SBT (stud book traditional) genannt. Erst 1986 konnte Jean Mill mit
Millwood Penny Ante eine
anhängliche und verschmuste Bengalkatze vorstellen. Genauso wie wir sie heute bei verantwortungsvollen Züchtern erwerben können.
Anbei der Rassestandard nach Tica, dem Geburtsland der Bengalen.
Die Bengalkatze ist groß, schlank und sehr muskulös. Die Hinterbeine sind etwas länger als die Vorderen, dadurch liegt das Becken
etwas höher und deswegen ist sie sprunggewaltiger als viele andere Rassen. Der Kopf ist keilförmig, dekoriert mit einer breiten
Schnauze mit eindrucksvollen, dicken Schnurrhaarkissen. Der große Nasenspiegel ist leicht gewölbt und das Profil ist gerade wie das der ALC.
Die Ohren sind mittelgroß, vorzugsweise kurz mit abgerundeten Spitzen. Auffallend sind auch ihre großen Augen. Die Schwanzspitze muss
schwarz sein. Klasse ist es, wenn der Bauch weiß oder sehr hell ist. Bengalkatzen wiegen zwischen 3 und 5 Kilo, Kater bis zu 7 Kilo.
Abweichungen nach unten oder oben sind möglich.
Zu etwas ganz Besonderem gehört natürlich die Zeichnung der Bengalkatze. Die Zeichnungsvariationen reichen von spotted über
rosetted bis zur marble. Die beliebteste Art ist die Rosettenzeichnung, wie sie auch viele Wildkatzen haben. Der Kontrast zwischen
der Grundfarbe und der Rosetten sollte sehr deutlich sein. Je weniger vertikale Streifen die Bengal hat desto besser.
Rosetten gibt es in verschiedenen Formen und Variationen.
Bengalen gibt es in den Farben brown, snow, silver, blue und melanistic.
Blue und melanistic (schwarz) sind zur Zeit noch keine
anerkannten Farben in der Tica.
Brown ist die häufigste Farbe bei Bengalen und reicht von hellem beige bis kupfern und golden.
Die Farbe Snow oder auch Seal genannt, gibt es in drei verschiedenen Variationen.
Seal lynx Bengalen haben eine dunkle schokofarbene Zeichnung auf einer sehr hellen
cremigen Grundfarbe. Diese Katzen haben blaue Augen.
Seal mink Bengalen haben eine warme braune Farbe auf einer cremigen Grundfarbe.
Diese Bengalen haben entweder grüne oder aquafarbene Augen.
Seal sepia Bengalen haben bitterschokoladen farbige Markings auf
einer cremig braunen Grundfarbe. Ihre Augenfarbe ist grün oder gold.
Silber Bengalen sollten ein klares Silber haben das kein Tarnish aufweist. Tarnish bedeutet, die Katzen hat einen Beschlag,
eine rötliche - braune Trübung auf dem Fell. Diese Trübung lässt die Bengal matt und eher bräunlich aussehen.
Eine andere Form der Zeichnung ist das Marblepattern (marmoriert).
Das Marblemuster soll willkürlich angeordnet sein und horizontal verlaufen. Wie der Name schon sagt, soll es Marmor gleichen und keinesfalls
an die classic-tabby Zeichnung (bulls-eye) wie sie andere Rassen haben, erinnern.
Eine erstklassige Marblekatze ist der Inbegriff von Schönheit und etwas ganz besonderes. Deshalb haben wir uns aus einigen der besten
Marblezuchten Bengalen gekauft und freuen uns diese Kostbarkeiten besitzen und züchten zu dürfen.
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| Ein Ausschnitt von Anouks Rosetten. Im englischen werden sie outlined oder circular genannt. Das bedeutet umrandet oder kreisförmig. | Ein Ausschnitt von Shoshony's Marble Pattern. | Ein Ausschnitt von einer Pawprint Rosette von Aengus von Satara. |
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| Ein Ausschnitt von Chenoa's Donut oder Pancake Rosetten. | Ein Ausschnitt von den Arrowhead Rosetten von von Satara Laraza. | Glitter, das besondere Etwas bei den Bengalkatzen |
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| Ein Ausschnitt von einem sehr klaren, geglitterten Fell. | Geglittertes Fell mit Tipping - Haarspitzenfärbung. |
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| Ungeglittertes, geticktes (dreifach gebänderte Haare) Fell. | Ungeglittertes, sehr klares, seidenweiches Fell. |
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